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CHINCHILLAS Allgemeines | Haltung | Ernährung | Pflege | Gesundheit Chinchillas
sind nacht- und dämmerungsaktiv und daher gut für Berufstätige geeignet.
Chinchillas können sehr zutraulich werden, das hängt von der Herkunft,
des Charakters und des Menschen, der mit ihnen umgeht, ab. Für Kinder sind sie allerdings nur bedingt geeignet, denn sie werden nur selten so zahm wie Meerschweinchen und sind vom seidigen Fell her sehr empfindlich im Umgang. Auch verstehen Kinder oft nicht, dass Chinchillas tagsüber Ruhe benötigen und stören ihre Ruhe darum oft. Chinchillas kommen zum Menschen hin, lassen sich gern mal am Hals oder am Bauch kraulen und manche hüpfen auch gern auf Arm, Schulter oder beim Auslauf über Beine, Rücken und Kopf. Chinchillas sind sehr intelligent und ein NEIN wird oft als "jetzt erst recht" ausgelegt. Man kann sie nicht erziehen, und ihr Nagetrieb macht vor nichts halt. Nicht nur, dass sie unsere Möbel gern zerlegen - es sind ja nun mal Nagetiere - Lacke, Glasuren und Kunststoffe sind auch für sie sehr gefährlich und können zu Vergiftungen oder Verdauungsproblemen führen. Also Vorsicht! Chinchillas sind keine "billigen" Tiere - ein robustes, qualitativ hochwertiges und gesundes Chinchilla bekommt man am besten bei Namenhaften (Hobby)-Züchtern mit Abstammungsnachweis. Vom Kauf in Zoohandlungen ist abzuraten, denn oft sind die Tiere dort schon psychisch sehr belastet und haben mehrere Wege hinter sich. Die Beratung in solchen Läden ist leider zu oft mangelhaft. Chinchillas machen überwiegend leise Laute - im Käfig können sie jedoch durch Nagen und springen einigen Lärm erzeugen. Darum sind sie für das Kinderzimmer oder Schlafzimmer ebenfalls nicht geeignet. Sollte
man ein Chinchilla mal greifen müssen, um es zu untersuchen, ist einiges
unbedingt zu beachten! Es ist unbedingt erforderlich, sich vor der Anschaffung von Chinchillas mit guter Literatur einzudecken. Hilfreich sind auch Interessengemeinschaften wie z.B. www.chinchilla.info, die mit vielen Hinweisen, Erfahrungsberichten und Tipps sowie einem Forum für Fragen zur Seite steht.
Chinchillas
sind Herdentiere. Man sollte daher mindestens 2 Tiere zusammen halten,
gemischte Gruppen nur mit einem Bock! Vergesellschaftung Sozial-/Gruppenverhalten
Käfig Grundsätzlich gilt, dass man tagaktive Tiere nicht mit nachtaktiven Chinchillas in einem Raum halten sollte! Erst recht nicht, wenn man Chin- Nachwuchs erwartet. Chinchilla lieben ihren abendlichen Auslauf. Vieles in ihrer Umgebung wird mit einem sog. "Probebiss" auf Essbarkeit hin überprüft - hier liegt aber auch eine große Gefahr durch Vergiftungen oder Stromschläge von umherliegenden Gegenständen/Kabeln. Sollte
man ein Chinchilla mal greifen müssen, um es zu untersuchen, sollte man
folgendes beachten:
Spezielle Chinchilla-Pellets gibt es bei Züchtern - diese sind besser als die aus Zoohandlungen. Auch gibt es mittlerweile speziell für Chinchilla Online-Shops, die spezielles Chinchillafutter vertreiben. Heu ist sehr wichtig - möglichst Rohfaser (mehr lange Halme) und es muss Knacken, wenn man es bricht. Leckereien sind Apfel und Löwenzahn - beides in sehr geringen Mengen und frisch. Langsam damit anfangen. Andere Leckereien enthalten zu viel Fruchtzucker oder Fette, die dem Chinchilla langfristig schaden. Chinchillas brauchen einen Nagestein. Hierfür eignet sich das im Bauhaus erhältliche Y-Tong, in kleine Würfel gesägt. Auch sehr wichtig für den Mineralstoffhaushalt der Tiere sind frische Nagehölzer von Apfel, Haselnuss, Weide oder Birne. Diese in 10 cm lange Stöckchen dem Chinchilla gegeben und es hat großen Spaß damit (Futter, Nagehölzer und Leckereien sind u.a. bei Zooplus erhältlich).
Das wichtigste für die Fellpflege ist das Sandbad (Attapulgus), ohne dieses würde das Fell verkleben und verfilzen - täglich etwa 30 Minuten ein Sandbad in den Käfig stellen. Dieses kann mit einem Sieb gereinigt werden und sollte je nach Verschmutzung auch zur Käfigreinigung gewechselt werden. Der Käfig (siehe Haltung) sollte 1 mal wöchentlich gereinigt werden, um Keimbildung vorzubeugen. Alternativ kann man auch alle 3 Tage die Pipiecke entfernen und dann alle 14 Tage komplett säubern. Das Trink-Wasser sollte täglich gewechselt werden und das Futter und Heu jeden Abend aufgefüllt werden. Im Käfig liegende Futter- und Heureste sollten auch täglich entfernt werden, da sich auch dort schnell Keime bilden.
Beim Tier: Am häufigsten treten Darmerkrankungen und Hautpilze auf. Hierbei hilft der erfahrene Züchter oder kompetente Tierarzt (letzteres ist leider schwer zu finden). Andere schwere Erkrankungen kommen häufig nur bei Unsauberkeit der Käfige und hoher Luftfeuchtigkeit im Haltungsraum vor. Darum ist die Optimale Fütterung und Haltung das A und O. Beim Menschen: Allergien:
Danke für diese Informationen an die IG Chinhilla Deutschland! |