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HUNDE

Geschichte | Haltung | Ernährung | Pflege | Gesundheit | Erziehung


GESCHICHTE

Der Stammvater unserer Hunde ist der Wolf.

Vor über 10.000 Jahren begann der Mensch, den Wolf zu zähmen. Durch die Domestikation, bei der das Tier isoliert von seinen wildlebenden Verwandten in menschlicher Obhut gehalten und weitergezüchtet wurde, entwickelte sich mit der Zeit aus dem Wildtier Wolf das Haustier Hund.

Die sozialen Verhaltensweisen seiner Vorfahren (Rudel) trägt der Hund immer noch in sich. Dies ist unter anderem ein Grund für die starke Bindung des Hundes an den Menschen - sein Rudel!

HALTUNG

Der Hund ist ein Rudeltier. Er sollte immer mit zumindest einem Rudelmitglied beisammen sein. Auch wenn es möglich ist, Hunde an das Alleinsein zu gewöhnen, so ist ständiges Alleinsein über mehrere Stunden hinaus keinesfalls artgerecht.

Es muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass der Hund genügend Auslauf hat. Je nach Rasse und Wesen haben Hunde verschiedene Bedürfnisse. Wenn der Hund nicht den Auslauf und die Bewegung hat, die er braucht, kommt es möglicherweise zu sog. "Verhaltensstörungen" wie z. B. Möbel zerkauen, Depression, Aggressivität... Die Ursache solcher "Verhaltensauffälligkeiten" liegt so gut wie immer im Umgang des Menschen mit dem Tier!

Tipps von Hundehaltern:

selbstgemachtes "Bringsel"
Zwei Bälle in zwei Stück Socken (löchrig von Herrchen oder Frauchen) gestopft und verknotet sind ein tolles "Bringsel", Socken können beliebig ausgetauscht und gereinigt oder erneuert werden - die Bälle sind geschützt vor einer Zerstörung bzw. die Beine der 2-Beiner vor der Wucht eines Hartgummiballs.

(Hast du auch einen Tipp auf Lager? Immer her damit!)

ERNÄHRUNG

Wie oft soll der Hund pro Tag gefüttert werden?
Ein erwachsener Hund bekommt eine Haupt- und eine Nebenmahlzeit pro Tag. Am einfachsten und auch am ausgewogensten ist Fertigfutter, denn darin ist alles an Nährstoffen enthalten, was der Vierbeiner braucht. Die Nebenmahlzeit kann aus einem Stück Hundekuchen oder einer Handvoll Trockenfutter bestehen. Ab und zu - zum Beispiel zur Belohnung - darf es auch ein Leckerbissen (doch nur speziell für Hunde) oder ein Büffelhautknochen zum Kauen sein. Frisches Wasser zum Trinken sollte jederzeit - nicht nur während der Mahlzeiten - bereitstehen. Da Hunde Gewohnheitstiere sind, gibt man ihnen ihr Futter am besten immer zur gleichen Tageszeit. Ideal für die Hauptmahlzeit ist die Mittagsstunde. Nach dem Fressen braucht der Hund Ruhe und genügend Zeit zum Verdauen. Sollten sich jedoch die Fütterungszeiten nicht mit dem eigenen Lebensrhythmus vereinbaren lassen, kann man die Hauptmahlzeit ebensogut auf den Morgen oder den frühen Abend verlegen. Wichtig ist vor allem, daß Hunde etwa vier Stunden nach der Hauptmahlzeit - erst nachdem sie ausgiebig geruht haben - nochmals "Gassi" gehen.
(c) Copyright (26.10.2000) AHO Aktuell - Informationen zur Tiergesundheit - www: http://www.animal-health-online.de

Welche Vitamine braucht der Hund?
Ein Mangel an Vitaminen kann für Hunde genauso schädlich sein wie ein Zuviel der lebensnotwendigen Wirkstoffe. Deshalb sollte man beim Füttern die richtige "Dosierung" kennen und wissen, welche Vitamine der Körper für was benötigt. Man unterscheidet zwischen fett- und wasserlöslichen Vitaminen. Zu den fettlöslichen gehören die Vitamine A, D, E und K. Vitamin A hält Haut und Schleimhäute gesund, sorgt für ein gutes Sehvermögen und schützt vor Infektionen. Es ist z. B. in Kalbsleber, Möhren und Spinat enthalten. Vitamin D ist für den Knochenbau unentbehrlich und kommt in rohem Hering, Lebertran und Eigelb vor. Ein Mangel an Vitamin D kann beim jungen Hund zu Rachitis führen, eine Überdosis kann jedoch ebenfalls schädlich sein. Vitamin E ist unter anderem wichtig für die Fruchtbarkeit und normale Trächtigkeit. Es kommt in großen Mengen in Weizenkeimöl und in geringeren Mengen in Rindfleisch vor. Vitamin K sorgt für eine normale Blutgerinnung und wird vom Darm des Hundes in ausreichender Menge produziert. Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören die Vitamine der B-Gruppe sowie die Vitamine H und C. B1 ist wichtig für das Nervensystem, B2 sorgt für Wachstum und steuert den Fett- und Eiweißstoffwechsel. Beide kommen in Bierhefe, Schweine-, Rind- und Kalbsleber vor. Vitamin B6 fördert die Blutbildung und die Durchblutung der Haut. Man findet es z. B. in Ochsenherzen und Bierhefe. Mangel an Vitamin H führt zu Haarausfall und Hautentzündungen und ist in Rinderleber und -niere enthalten. Vitamin C sorgt für ein gesundes Bindegewebe, wird aber vom Hund selber gebildet. Für den Laien ist es schwierig, die Nahrung für den Vierbeiner so zusammenzustellen, daß er mit allen Vitaminen optimal versorgt wird. Eine einfache und gesunde Alternative ist hochwertige Fertignahrung. Denn diese wird nach ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen hergestellt und enthält somit Vitamine und sonstige Nährstoffe in der richtigen Ausgewogenheit.
(c) Copyright (26.10.2000) AHO Aktuell - Informationen zur Tiergesundheit - www: http://www.animal-health-online.de

Tipps von Hundehaltern:

Um eine Magendrehung zu verhindern, sollte man u. a. die Futtermenge auf zwei Mahlzeiten (früh und abends) aufteilen; durch die kleinere Menge werden die Magenbänder nicht so ausgedehnt. Nach dem Fressen nicht spielen, springen usw... Ruhe!
Fressen von bzw. Wälzen in Kot: ist (angeblich) eine Mangelerscheinung und kann mit 2 - 3x pro Woche ein kleines Stück Schimmelkäse zum Futter unterbunden werden - bei unserem Mädl war es nach einer Woche vorbei mit "Geruchsbelästigung" und Fressen von Hunde- und Katzenkot.

PFLEGE

Fellpflege:

Kaum ein Hund hat etwas dagegen, wenn Herrchen oder Frauchen ihn bürstet und striegelt. Im Gegenteil, in der Regel genießen die Vierbeiner diese Art der Zuwendung sehr. Hier einige Tipps: Wenn Kurzhaarhunde einmal pro Woche gründlich gestriegelt werden, bleibt ihr Fell sauber und glänzend. Am besten benutzt man eine Bürste mit Kunststoff-Borsten, eine Drahtbürste könnte die Haut verletzen. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst empfiehlt sich häufigeres Bürsten. Langhaar- und Stockhaarhunde - wie z. B. Schäferhunde - brauchen tägliche Fellpflege, damit das Fell nicht verfilzt. Vor dem Bürsten werden die Haare mit einem Metallkamm ausgekämmt. Knoten erst vorsichtig mit der Hand auflösen, dann auskämmen. Ein angefeuchtetes Fensterleder nimmt Schuppen und Staub weg und gibt dem Fell den letzten feinen Glanz. Rauh- und Drahthaararten wie Dackel und Foxterrier sollte man alle drei bis vier Monate beim Züchter oder im Hundesalon trimmen lassen. Dabei werden alle abgestorbenen Haare entfernt. Ein Bad benötigt ein Hund höchstens alle drei Monate - und ggfs. zusätzlich - wenn er richtig dreckig ist. Für die "Hundewäsche" eignen sich am besten die speziellen Hundeshampoos aus dem Fachandel. Denn die alkalifreien Produkte sind so sanft und schonend, daß sie weder die Haut austrocknen lassen noch den natürlichen Schutzfilm des Felles angreifen. Beim Baden steht der Hund am besten bis zum Bauch in körperwarmem Wasser. Es darf kein Wasser in seine Ohren und kein Schaum in seine Augen kommen. Shampoo mit Wasser gut ausspülen und das Fell anschließend trockenrubbeln, kämmen und ggfs. fönen.
(c) Copyright (26.10.2000) AHO Aktuell - Informationen zur Tiergesundheit - www: http://www.animal-health-online.de

Zahnpflege:

Hunde bekommen ihre bleibenden Zähne mit ca. 4 Monaten. Das Gebiss ist ca. ab dem 7. Monat vollständig ausgebildet.
Wie der Mensch, so braucht auch der Hund regelmäßige Zahnpflege. Dies kann entweder durch regelmäßiges Putzen mit Bürste und Zahncreme erfolgen, oder man gibt dem Hund handelsübliche Kauprodukte. Auch die Fütterung von Trockenfutter kann die Bildung von Zahnstein verhindern.

Produkte für die Zahnpflege gibt's unter anderem bei Zooplus

GESUNDHEIT

Gesundheits-Checklist für die Anschaffung eines Hundes
Wer sich einen Hund zulegt - ob beim Rassehundezüchter, im Tierheim oder über Bekannte - sollte, um späteren Ärger zu vermeiden, zur Sicherheit den gesundheitlichen Zustand des Vierbeiners überprüfen. Hier eine kurze Checklist:

- Klare, glänzende Augen ohne Ausfluß und Verklebungen
- Nase ohne Ausfluß und Verkrustungen
- Fell dicht und glänzend ohne Parasiten, nicht struppig und stumpf
- Hunde, insbes. Welpen dürfen nicht zu mager, aber auch nicht übermäßig fett sein
- Bauch darf nicht aufgebläht sein, Beckenknochen dürfen nicht hervorstehen
- Ohren sollen sauber, ohne wäßrige Absonderungen sein, kein strenger Geruch
- Zähne sollten in gutem Zustand sein, Zahnfleisch und Zunge rosa
- Afterbereich sollte sauber, darf nicht verklebt sein
- Ein gesunder Hund ist neugierig, beschnuppert einen, sitzt nicht teilnahmslos in einer Ecke, Welpen spielen und balgen mit ihren Geschwistern.
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Tipps von Hundehaltern:

nach einer OP: Nach einer Operation, z.B. Kastration, kann man seinem Hund u.U. den störenden Trichter ersparen. Man ziehe ihm ein altes T-Shirt an, für den Schwanz wird ein Loch ausgeschnitten und Vorder- und Rückenteil am Popo wie zu einem Höschen gewickelt und mit Sicherheitsnadeln befestigt - man muss nur darauf achten, dass es relativ straff sitzt und nicht am Bauch durchhängt, sonst kann sich das Wauzi befreien - beim Gassigehen braucht man bloß den Schwanz und Hintern befreien, das Shirt wird nach vorne gewickelt und hinter den Vorderbeinen befestigt - sieht lustig aus, erfüllt aber seinen Zweck.

Fressen von bzw. Wälzen in Kot: ist eine Mangelerscheinung und kann mit 2 - 3x pro Woche ein kleines Stück Schimmelkäse zum Futter unterbunden werden - bei unserem Mädl war es nach einer Woche vorbei mit "Geruchsbelästigung" und Fressen von Hunde- und Katzenkot.

Medikamente: manche Hunde verweigern die Einnahme von Medikamenten (Pillen, Kapseln) - wenn man diese in ein Stück Leberstreichwurst verpackt, wird es problemlos verschluckt und man kann sicher sein, dass die Einnahme erfolgreich abgeschlossen wurde.

 

ERZIEHUNG

Die Erfahrungen und Erlebnisse, die der Hund in seinen ersten Lebenswochen macht, prägen ihn für sein ganzes Leben. Richtige Behandlung und Förderung im Welpenalter sind enorm wichtig für die Integration des Hundes in sein tierisches, aber auch in sein menschliches Rudel.

Empfehlenswert ist der Besuch einer Welpenschule, wo der junge Hund einerseits den Sozialkontakt zu anderen Hunden hat, andererseits aber bereits spielerisch einfache Übungen ("Sitz", "Platz") lernt.
Der Besuch einer Hundeschule kann durchaus gleich im Anschluss an den Welpenkurs erfolgen. Die Meinung, dass ein Hund erst ab einem Alter von 1 Jahr lernt und daher erst dann die Hundeschule zielführend sei, ist längst überholt. Das Motto ist: "je früher, desto besser" - am Anfang spielerisch, und je älter der Hund wird, umso konzentrierter kann mit ihm gearbeitet werden.
Wichtig ist, dass die Übungen dem Hund, aber auch dem Herrchen/Frauchen Spass machen. Nichts ist "tödlicher" für eine erfolgreiche Erziehung als lustloses Herumgezerre ohne Motivation. Immer mehr Hundeschulen bieten Trainings nach der sog. "Motivationsmethode" an. Hier wird ausschließlich mit Spiel und Leckerlis gearbeitet, ohne jeglichen Zwang.

Die Grundregeln der Hundeerziehung lauten:
- Konsequenz
- Geduld
- klare Kommandos
- ausgiebig Loben ;-)